Hausautomation

Hier geht´s um TV, Zubehör wie Soundanlagen, Sat- , Übertragungs- bzw. Kabeltechnik und um alles,
was irgendwie zum Thema Technik passt.
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steve
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Hausautomation

#1

Beitrag von steve »

Bezugnehmend auf diesen Thread, wurde von mir gefordert, mal einen Erfahrungsbericht zum Thema Hausautomation abzugeben. Da hier im Forum auch viele Bastler und Tester, beinahe hätte ich "Spielkinder" gesagt, unterwegs sind, kann ich mit dem Bericht vielleicht auch den ein oder anderen begeistern oder es finden sich hier sogar ein paar Mitstreiter.

Ich habe mich beim Thema Hausautomation für das viel werbungsgepriesene System Homematicvon eq3 entschieden. Sicher, es gibt auch noch jede Menge andere, teilweise ältere und durchaus etabliertere Systeme, aber diese sind nach meinen Recherchen entweder schweineteuer (Gira) oder aber weniger flexibel oder aber erst blutjung auf dem Markt.
Fakt ist jedoch, dass verschiedene Hersteller diesen Markt erkannt haben, viele stampfen auf die Schnelle etwas aus dem Boden, erstmal meist nur, um im Markt etwas mitzumischen. Das Thema Hausautomation wird in naher Zukunft aufgrund der neuen Systeme immer mehr Beachtung finden werden, so dass irgendwann keiner mehr daran vorbeikommt.

Grundintention der meisten Einsteiger ist die komfortable Steuerung einzelner Heizkörper. Diese Funktionen bietet derzeit jedes System. Alle Systeme basieren meist auf den drei Komponenten: Zentrale, Sensoren und Aktoren.

Die Zentrale ist das Bindeglied zwischen Sensoren und Aktoren und dazu in den allermeisten Fällen auch die Verbindung zum Inet. Auf diese Weise kann ich als Urlaubsheimkehrer schonmal die Heizung von der Autobahn aus via Smartphone und entsprechender App, hochdrehen, bevor ich daheim bin.

Sensoren sind z.B. Temperaturmesser (innen / außen), Tür- /Fensterkontakte, Bewegungsmelder, externe Wetterstationen und Helligkeitssensoren. Wer eigene Ideen hat, kann aber noch viel mehr durch Funkmodule selbst bauen, was sich relativ einfach gestaltet.

Aktoren sind dann die Komponenten, die irgendeine Aktion auslösen, wie z.B. Stellmotoren für Heizkörper, Lichtschalter, Dimmer, Rollos und Jalousien (Markisen).
Sogar an eine Verschlußmechanik für Haustüren wurde gedacht.

Mit diesen Komponenten und zusammen mit der Zentrale lassen sich dann im einfachsten Fall beliebige "Wenn-Dann-Sonst"- Aktionen programmieren. Das können sinnvolle Dinge sein, aber auch komplett verrückte. (Beispiel: Wenn draußen dunkel und der Wind hat Sturmstärke, dann schalte die Kaffeemaschine ein, sonst schalte den TV aus)
Mit ein bischen Phantasie und genauer Beobachtung der eigenen Tagesabläufe lässt sich somit sehr viel automatisieren.

Der Vorteil von Homematic (HM) liegt darin, dass die einzelnen Komponenten bidirektionale Verbindungen (Funk oder Kabel) aufbauen, die Teile unterhalten sich quasi...

Nun zu meinen Erfahrungen!
Zu Anfang in den ersten Wochen muss erstmal hart gearbeitet werden. Einzelne Lichtschalter wurden gegen HM-Aktoren ausgetauscht, Unterputzaktoren in Dosen gequetscht. Wohl dem, der gerade frisch baut und sowas gleich zu Beginn mit berücksichtigen kann. Ich selbst habe mit einem Lichtschalter, der Zentrale und einem Taster angefangen. Vorteil ist, dass man damit erstmal testen kann, wie alles läuft, ob man die Teile eingebaut bekommt und die Funkverbindungen testen kann.
Ach ja, Funk: Da ich keinen jungfräulichen Neubau zur Verfügung hatte, musste ich auf Funkverbindungen ausweichen, es gibt aber auch kabelunterstützte Teilsystem in einer Art Bussystem. Beides wird von der Zentrale unterstützt.
Ich selbst war erstaunt, wie weit die Funkverbindung reicht, sogar vom 1. OG bis in den Keller sind nun Schaltaktionen möglich.
Hat man den ersten Installationsaufwand geschafft, folgt nun der eigentlich Spaß der Programmierung. Es begeistert schon, wenn man mit dem PC oder Smartphone z.B. das Küchenlicht ein oder ausschalten kann oder Rollos steuern kann. Toll wird das Ganze dann, wenn z.B. zeitgesteuerte Abläufe exakt funktionieren.
Einen kleinen Nachteil möchte ich aber auch nicht verschweigen. Das hier sind keine einfachen Excel-Wenn-Dann-Geschichten (obwohl gleich aufgebaut). Wenn in der Exceltabelle mal was falsch eingegeben wurde, klappt halt die Tabelle nicht. Wenn jedoch bei HM was falsch programmiert wurde, kann man, wie ich, morgens beim Rasieren im Bad schonmal im Dunkeln stehen, während gleichzeitig das Rollo den freien Blick der Nachbarschaft ins Bad zulässt..... :o
Was ich damit sagen will: Ein kleiner Fehler wirkt sich somit u. U. eklatant auf den WAF aus. Ich bin nur froh, dass meine Frau hier viel Verständnis zeigt.

Noch einige Kleinigkeiten, die es zu Bedenken gibt:
Man kann das System langsam aufbauen, also nach und nach. Jedes neue Modul erhöht natürlich auch den Spieltrieb.
Thema Funk: nein, man ist keinem Dauerfunk ausgesetzt. Die Teile kommunizieren entweder nur bei Schaltvorgängen oder um die Anwesenheit bekanntzugeben. Und das auf 868MhZ.
Außer das sich einzelne Aktoren für ein paar Minuten nicht mehr erreichen lassen (Störung durch Mikrowelle oder Smartphone) und einem Absturz der Zentrale (mein Fehler), konnte ich noch keine Besonderheiten feststellen.

Ach ja, die Zentrale. Diese beherbergt ein Linuxsystem, was einige findige Programmierer für Funktionserweiterungen ausgebaut haben. Ganz so, wie wir das hier vom Topf her kennen. Man kann aufrüsten, muss aber nicht. (Ich wage mir gar nicht vorzustellen, wenn sich der Feuervogel dem Teil annehmen würde :D )

Für alles gibt es auch ein Forum, sehr fachkundig, aber ein Ticken weniger freundlich, sprich, wenn die nicht Antworten wollen, wollen sie nicht......

So das wars erstmal.
Ich hoffe, ich konnte das ein oder andere Interesse wecken, freue mich auf Detailfragen und hoffe auch, dass dieser Thread nicht so schnell auf Seite 2 oder größer verschwindet.
LG
Steve


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Twilight
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#2

Beitrag von Twilight »

coole sache, ich für meinen teil sehe bei mir nicht den großen nutzen...fußbodenheizung mit wärmepumpe (das system ist sehr gut eingespielt...jeder eingriff würde das system aus der bahn werfen), rollos sind mit hand zu bedienen...und alleine fürs licht zahlt sich die sache nicht aus.
die gänge sind mit ir schaltern versehen und der rest wird sehr individuell geschalten.

twilight
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Wolfman
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#3

Beitrag von Wolfman »

Toll wäre etwas wie "wenn in Schwiegermonsters TV Mutantenstadel dann Kiste aus oder schalte um auf Rockpalast" :D
SRP 2410M FW 10.01.2013 FastSkip, SmartEPG, RebuildNav, ND_TMS, Timerdiags, SmartFiler_TMS, lost+found, SmartDecrypter, TMSRemote
TMS , 2410 M SE stille Reserve
SRP 2410 FW 02/13 FastSkip, SmartEPG, RebuildNav, ND_TMS, Timerdiags, dbFit, SmartFiler_TMS
Der Fehler sitzt zwar meist vor dem Bildschirm, aber
Bitte nicht alles, was ich verzapfe tierisch ernst nehmen :o
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steve
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#4

Beitrag von steve »

[quote=""Twilight""]..und alleine fürs licht zahlt sich die sache nicht aus.
[/quote]
Das "Auszahlen" oder ein sonstigen Energiespareffekt habe ich mir, angesichts der Erstinvestitionen erstmal abgeschminkt. Nein, hier geht es einzig um den Spaß bzw. den Komfortgewinn. Andere Väter haben andere (teurere) Hobbies.... :D
[quote=""Wolfman""]Toll wäre etwas wie "wenn in Schwiegermonsters TV Mutantenstadel dann Kiste aus oder schalte um auf Rockpalast" :D [/quote]
Wirst lachen, dass könnte man sogar bestimmt machen, wenn man tiefer in der Materie ist.
Schon jetzt lasse ich über die Zentrale und auf Lichttastendruck, abhängig von der Uhrzeit bestimmte Playlisten über die Squeezeboxen starten.....
Wenn sowas geht, kann man auch den Topf steuern.....
LG
Steve


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paul79
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#5

Beitrag von paul79 »

Das klingt doch alles sehr interessant oder besser gesagt nach einem tollen Spielzeug. :D

Kannst/willst Du was zu den Preisen sagen die man dafür für einen Einstieg hinlegen muss?

Das ganze schreit ja förmlich nach einem TAP das z.B. 15 Minuten vor Ende des Films schonmal die Heizung im Schlafzimmer anwirft oder einem TAP das wenn nach 22 Uhr der Topf ausgeschaltet wird gleich die Heizung und um 10 Minuten später das Licht im Wohnzimmer ausgeschaltet. :thinker:

Interessante Möglichkeiten. Man gebe mir Zeit und Geld.....
Restaurant bis Currybude, Literatur bis Comic, Kunst bis Schnappschuss, Fachgespräch bis Smalltalk - am liebsten eine gute Mischung aus allem.

"Komm wir essen Opa!" - Satzzeichen retten Leben!

Wenn man merkt, dass das Hobby zum Stress wird, sollte man es sein lassen!

SRP-2100 - FW: 23.03.2012 (Arbeitszimmer) - Buko-Lüfterkit
SRP-2410M - FW: 10.01.2013 - TF-BCPCE 1.08.55 (Wohnzimmer) - Buko-Lüfterkit - WD20EADS
Autostart: Automove V2.1 beta 2, FastSkip TMS 3.2, RebuildNAV 5.0, , , TMSRemote V3.2a, TMSTelnetd V0.3, TimerDiags 3.4e
Weitere TAPs: FirmwareTMS.dat 2012-09-27, HDD Info V2.4b, IQChannels 1.1, lost+found V1.0a, ResetCAM V1.8, RoboChannel 0.01.0.0-10, TAPtoDate V1.4b
PC: SetEditTMS 1.14, TF Firmware Server 1.1.0.0, Total Commander 8

Philips 42PFL7403D/10 - Harmony 700
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steve
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#6

Beitrag von steve »

[quote=""paul79""]
Kannst/willst Du was zu den Preisen sagen die man dafür für einen Einstieg hinlegen muss?
[/quote]

Jein!
Ich kann nur sagen, dass es sich lohnt bei meinpaket.de reinzuschauen. Dort gibt es derzeit eine 12% Aktion. Einfach in der Suche "Homematic" eingeben.
Desweiteren schaue ich immer mal wieder bei meine-haussteuerung.de vorbei. Die legen immer wieder 10%-Gutscheine in ihre Pakete. Zusammen mit dem "Überweisungsrabatt" von 2% sind es dann auch 12%.
Allgemein sind die Preise zum Jahreswechsel etwas angezogen. Die CCU (Zentrale) gab es mal für 179.- Euro. Einzelne Aktoren oder Sensoren schlagen zwischen 25 und 90 Euro zu Buche, je nachdem was es sein soll..
Aber am besten ein bischen in den Links meines Berichts stöbern und dann bei den beiden o.g. Adressen bestellen. MeinPaket vielleicht als Erstbestellung mit 12%, ab da dann bei der zweiten Adresse und mit Rabattcode....

Man könnte auch mit einem Taster oder Fernbedienung und einem Aktor anfangen. Diese lassen sich z.B. auch direkt verknüpfen, auch ohne Zentrale. Allerdings dann halt nicht mit Wenn-Dann.....
Erst mit einer CCU wirds richtig interessant. Mein persönliches Einsteigerpaket hat ca. 300.-Euro gekostet. Damit konnte ich dann schon 5 Lichter schalten und 3 Taster verbauen. Ein Rollo war auch dabei....
LG
Steve


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albatros
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#7

Beitrag von albatros »

Ich möchte hier zusätzlich für interessierte Leser eine Lanze brechen für das "schweineteure" System, da ich KNX (früher hieß es EIB) selbst einsetze, ohne reich zu sein.

Das heisst aber nicht dass ich Homematic und co schlecht finde. Für eine kleine Bastel/Nachrüstlösung sind diese Systeme ok, leider sind die meisten Zentral ausgeführt, d.h. wenn die Zentrale ausfällt geht nix mehr.

Wer grundlegend für Neubau/Umbau/Sanierung etwas sucht, sollte sich KNX mal ansehen, wenn er bereit ist selbst Hand anzulegen. Sonst müsste man für fast alle Änderungen einen Elektriker kommen lassen und dann geht es schnell ins Geld.

Es kostet aber deutlich mehr. Dafür gibt es zig Hersteller, die alle kompatibel sind, das System ist Standard und falls ein Aktor ausfällt bleiben die anderen Lampen an, da Intelligenz in die Sensoren/Aktoren gespeichert wird. Alle Gewerke sind verbunden, d.h. der Windsensor für die Markise kann theoretisch auch dafür verwendet werden, dass die Heizung hochgedreht wird oder der Rolladen runterfährt.

Die Sachen sind inzwischen günstiger als früher, da viele kleine neue Hersteller auf dem Markt sind, die den trägen großen Schalterherstellern leicht Marktanteile abjagen konnten.

Beim Neubau/Umbau sind die Kosten überschaubar, wenn man statt der Marmorfliesen im Flur lieber in die Haustechnik investiert.

Wer intersse hat kann sich gerne mal im knx-user-forum.de umschauen. Dort wimmelt es hauptsächlich von privaten Bauherren , die ihr KNX System selbst warten und erweitern und ihre Erfahrungen gerne weitergeben.

Damit wir im Hausbau auch mal den Standard erreichen, auf den keiner im neuen Auto mehr verzichten will.

Gruß
Flo

P.S.: Und jetzt wieder weiter mit Homematic...
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steve
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#8

Beitrag von steve »

[quote=""albatros""]..... d.h. wenn die Zentrale ausfällt geht nix mehr.
[/quote]
Korrektur für Homematic:
Ich kann bestimmte (wichtige) Schaltvorgänge auch ohne Zentrale mittels Direktverknüpfungen (zusätzlich) realisieren. Damit kann die Zentrale ausfallen wann und wie oft sie will.....
Sicherlich nicht in allen Bereichen, "wenn-dann" geht dann nicht mehr, aber ich kann das Licht schalten.

Welche Lösung nun zum Einsatz kommt ist wohl am ehesten vom
a) eigenen Budget
b) baulichen Gegebenheiten und
c) der eigenen Lust und Laune

abhängig.

Wenn ich frisch gebaut hätte, hätte ich mir von vorneherein die verschiedenen Systeme, auch und vor allem die wired.Systeme, näher angesehen. Zwar etwas teurer, aber dafür sehr sicher in der Funktion.

Da ich aber in ein fertig gebautes Haus gezogen bin, dort einige Wochen bereits damit zugebracht habe diverse Lankabel u.ä. quer durchs Haus zu ziehen, hatte ich nun, wo alles bereits seit 4 Jahren bewohnt wird, keine Lust mehr auf erneutes Aufstemmen, Bohren etc. Wenn ich mit der Hilti meiner Frau auch nur gegenübergetreten wäre, würde ich jetzt evtl. alleine wohnen..... :wink:
Insofern war die Funkvariante für mich die einzige Option, hab extra klein angefangen um die Funktionssicherheit im Haus zu testen. Der Test war, wie ich schon schrieb, überraschend positiv, deshalb wurde das System weiter ausgebaut.
Ein noch wichtiger Grund für Homematic war auch, dass ich mit dieser Flexibilität, die das System bietet, den WAF sehr hoch halten konnte. Grund: alle bisherigen Schaltmöglichkeiten und Schalter selbst sind so geblieben. Eher sind noch ein paar Schaltmöglichkeiten dazugekommen. Insofern mussten sich meine Mädels nicht groß umstellen. Dafür hab ich halt jetzt Treppenhauslichtfunktionen, wenn mal wieder jemand vergisst das Licht auszuschalten oder ich kann bei schlechtem oder zu heißem Wetter die Rollos runterfahren lassen.....
Der Luxus greift um sich, der WAF erhöht sich damit spürbar.... :D
LG
Steve


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nollipa
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#9

Beitrag von nollipa »

Hallo Steve,

Du musst deiner Gerti ein bisschen Ruhe gönnen. Die kümmert sich in der Arbeit schon kleine spielende Kinder, wie soll sie sich da Zuhause entspannen, wenn da die großen Kinder spielen...

Zu dem Kastl: als ich meine Enegiesparanfall hatte, kostete die Zentrale noch ca 400 Euronen. Das war mir seinerzeit zu teuer, zudem gibt es elektrisch gesehen auch nicht besonders viel zu automatisieren. Wenn das heute nochmals anstehen würde, käme es in die engere Wahl.

In der Fa. Habe ich damals sämtliche Heizkörper mit der Steuerung von Elv ausgerüstet. Ich glaube, dass das nun im vierten Jahr läuft, in dieser Saison habe ich pauschal alle Batterien getauscht, weil einige Stellmotoren zu piepsen begonnen haben. Der Ölverbrauch ist drastisch gesunken und die Nebenkosten sanken dadurch erheblich. In der Fa. Fällt es besonders ins Gewicht, weil die Mitarbeiter ja grundsätzlich nur aufdrehen. Zweifelsfall läuft dann die Heizung auch übers We Vollgas...
Grüße
Alex

Nuline 122, CS-72, DS-22 und AW-1000
AVR: Onkyo TX-NR 5008
BD: Oppo BDP-93EU
Konsolen: Wii
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steve
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#10

Beitrag von steve »

@Alex:
Wie ich schon schrieb, braucht es bei den Investitionskosten schon sehr lange Zeit, damit sich aus den Schaltungen ergebende Einspareffekte amortisieren. Evtl. erlebe ich das gar nicht mehr. Außerdem sind wir hier nicht im Energiesparthread, sondern bei HM :D

Nein, die Intention war neben den kleinen Einspareffekten (Treppenhauslicht) noch ein gewisser Luxus wie z.B. immer gleich wiederkehrende Handlungen zu automatisieren. Wenn man sich (und andere) genau beobachtet wird man feststellen, dass es im normalen Tagesablauf immer wieder Dinge gibt, die immer gleich ablaufen.
Z.B. bei mir
  • Schlafzimmerfenster zum Lüften aufmachen
  • Schlafzimmerlicht ausmachen
  • Flurbeleuchtung an
  • Treppenbeleuchtung an
  • Küchenbeleuchtung an
  • Flur- und Treppenbeleuchtung aus
  • Kaffeemaschine an
Dieser Ablauf würde nun theoretisch (und bei mir auch z. T. praktisch) mit dem Öffnen des Fensters in genau definierten Sekundenabständen vollautomatisch vollzogen werden ohne dass ein einziger Lichtschalter gedrückt werden müsste.

Am meisten messbare Einsparpotenziale sehe ich auch im Heizungsbereich. Wir hatten früher mechanische Bi-Metall-Thermostate, die die Heizkreise der Fußbodenheizung gesteuert hat. Diese kann nun sehr viel feiner und auch automatisiert nach vorgegebenen Wochenprogrammen gesteuert werden. Grobmotoriker haben da manchmal frei nach der Devise "Viel hilft viel!" geregelt, um dann, wenns zu warm war, wieder das Fenster aufzureissen...usw usf.
Durch eine Zusatzapp habe ich auch die Möglichkeit genaueste Auswertungen zu fahren. Dies hilft grad optimal, um die Gastherme entsprechend niedriger als bisher zu regeln.
Davon verspreche ich mir ein paar Einsparungen, wenngleich die Gesamtinvestition dabei eher unter Hobby verbucht werden muss.....
LG
Steve


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#11

Beitrag von Wolfman »

OT:

Ich liebe ja Chefs, die aus Energiespargründen ihre Mitarbeiter frieren lassen und sich dann über massenhafte Krankheitszeiten wundern :und_weg:
Naja, wenn unser Personalchef mich nächstes Mal zu sich zitiert, darf er mal 8 Stunden in meiner als Büro getarnten Kältekammer sitzen ;)

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