[quote=""macfan""]Ich kann das persönlich nicht nachvollziehen. Ich habe einen für heutige Verhältnisse kleinen Röhrenbildschirm und kann alles gut lesen.[/quote]
Hast Du auch diesen meinen Satz bemerkt:
Aber es gibt halt auch noch die Leute, die vor einer Röhre sitzen und den normalen oder gar einen noch etwas erhöhten Sichtabstand haben. Normaler Sichtabstand bei einer 4:3-Röhre ist ca. 5x bis 7x Bildschirmdiagonale. Das heißt bei einem 70cm-Bildschirm etwa 3,50m-4,90m. Und ein erhöhter Sichtabstand wäre dann entsprechend noch mehr.
Die Schriftgröße von Jag's EPG finde ich dagegen unangenehm groß.
Zwar kenne ich Jags EPG nicht, aber letztendlich sind wir wieder beim Geschmack. Nur weil etwas gut aussieht oder gerade modern ist, muss es nicht unbedingt auch gleichzeitig praktisch sein. Umgekehrt sieht etwas, das praktisch ist, möglicherweise nicht unbedingt ganz so elegant aus. Die Kunst ist, beides gleichermaßen hinzukriegen, also praktisch
und elegant.
[quote=""Erdnussnase""]Aber da gehen entliche Tage; einige Wochen ins Land bis alle Positionen etc. bestimmt sind.[/quote]
Völlig klar. Mein Anliegen war nun auch nicht, dass ihr jetzt alle Sichten überarbeiten sollt. Sondern dass man immer ein bisschen im Hinterkopf behalten sollte, dass nicht alle Leute ne Riesenglotze haben oder so nah dransitzen, dass sie noch jedes Pixel erkennen können. Insofern nicht immer die Entscheidung zugunsten noch kleiner und noch mehr Info fällen, sondern vielleicht auch mal zugunsten der besseren Übersicht bzw. Erkennbarkeit.
Ein Beispiel: der Lautstärkebalken. Der ist in iTina deutlich kleiner als der originale von Topfield und in seiner Standardfarbkombination mittelblau auf hellblau zudem im Kontrast deutlich zu gering. Und da gibt es keinerlei Platzprobleme. Ja, man kann ihn auf bunt umstellen und damit die Situation etwas verbessern, aber das Beispiel zeigt deutlich, was ich meine. Ohne äußeren Zwang wurde hier die Sichtbarkeit spürbar verschlechtert. (Hätte ich den Lautstärkebalken nicht auf bunt umstellen können, wäre dies bei uns das K.O.-Kriterium für iTina gewesen, weil meine Frau den blau-auf-blau-Balken nicht akzeptieren wollte. Das nur mal am Rand, was für banale Gründe für den Erfolg/Misserfolg eines Programms verantwortlich sein können.)
Ich denke Topfield hat mit seinen Symbolen und Schriftgrößen eine sinnvolle Größenvorgabe gemacht. Es muss klar sein, dass alles, was kleiner ist, für manche Leute faktisch eine Verschlechterung bedeutet. So hätte ich eben dies als Standardgröße beibehalten. Auf Wunsch kann man dann ja noch kleinere Schriften einbauen, für die, die mehr auf dem Schirm haben wollen. Aber *das* sollte das Zusatzfeature sein und nicht der Standard.
Anonsten vielleicht eine Idee, dieses Problem grundsätzlich in den Griff zu bekommen: berechnete Sichten. Damit meine ich folgendes: eine Sicht hat gewisse Randelemente, z.B. die Tabs oben oder Datum und Uhrzeit unten. Diese Bereiche enthalten entweder Symbole, oder überwiegend einzelne Textzeilen. Der Platzbedarf hierfür ließe sich also relativ einfach anhand der Schriftgröße berechnen, also z.B. unterer Randbereich = untere Bildgrenze minus Schrifthöhe minus Freiraum um Schrift minus Grafikeffekt (3D-Linien, etc.). Hat man so alle Randbereiche einer Sicht berechnet, bleibt der Rest in der Mitte für die eigentlichen Informationszeilen. Teilt man hier wieder durch die Schrifthöhe, weiß man die Anzahl der Zeilen. Geht das nicht ganz auf, kann man den oberen und unteren Rand etwas vergrößern, so dass in der Mitte ganze Zeilen übrig bleiben. In der Breite ist es meist nicht so tragisch, da hier sowieso gescrollt wird.
Hat man sich einmal eine solche dynamische Positionierung der Elemente in Abhängigkeit der Schriftgröße überlegt, kann man jede Schriftgröße einsetzen, die man will. Allerdings gebe ich zu, diese einmalige Überlegung und Implementierung ist vermutlich aufwändiger, als eine einzelne Sicht von bisher. In der Summe, also wenn man viele Sichten mit vielen Schriftarten hat, ist es dann aber bestimmt effizienter. Und da die Sichten ja doch eine gewisse Ähnlichkeit haben, kann man gewisse Berechnungen ja für mehrere Sichten übernehmen.
Denn, bedenkt, das passiert alles in Freizeit ... Mir gefällt das nicht, aber alle Wünsche abdecken können wir leider nicht.
Alles keine Frage. Wie gesagt, ihr sollt da wegen meiner Anmerkung nicht in Hektik verfallen, aber diese Thematik vielleicht bei zukünftigen Entscheidungen und Varianten etwas mehr im Hinterkopf behalten.
Wobei hier wieder das Thema OpenSource anzusprechen wäre. Wenn ihr den Quelltext freigeben würdet, könnten euch vielleicht andere Leute diese Arbeit abnehmen und euch damit deutlich entlasten.
Gruß,
Hagge